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Hat Zukunft Kirche? Zukunftsgespräch mit Wolfgang Thierse

Am Donnerstag, 21. Juni 2018 war Wolfgang Thierse zu Gast im Ökumenischen Forum HafenCity und diskutierte mit 14 Persönlichkeiten aus Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft das Thema „Hat Zukunft Kirche?“ vor dem Hintergrund von Pluralismus und Individualismus.

Kirchengemeinden seien Beheimatungsorte, so Thierse, und müssten die Ängste aller Menschen ernst nehmen. Pluralismus sei kein Idyll. Man müsse Widersprüche und Konflikte nicht nur ertragen können, sondern vielmehr produktiv miteinander umgehen. Christinnen und Christen bzw. Kirche als Institution sollte es ein Anliegen sein, mit Menschen unterschiedlicher Auffassungen in Kontakt zu sein und zuzuhören. Dafür müsse man jedoch dialogfähig bleiben – in dieser Hinsicht habe Ökumene viel mit Demokratie zu tun.

Kirche habe das Potenzial, Fremden und Einheimischen gleichermaßen Heimat zu werden und zu bleiben. Dafür sei es eminent wichtig, zunächst zu seinem Fundament zurückzufinden und sich seiner Grundlage sicher zu sein, um sich für Andere zu öffnen.
Insgesamt müsse Kirche in der Zukunft wahrnehmbar und erkennbar bleiben, sich einmischen, eine Meinung vertreten und ein Fundament friedlichen Zusammenlebens bieten, um in der Gesellschaft wieder relevant zu sein.

Seit 2013 lädt das Forum regelmäßig Menschen aus dem öffentlichen Leben zu Zukunftsgesprächen ein, um mit Experten aus allen gesellschaftlichen Bereichen über aktuell relevante und wichtige Themen und Entscheidungen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu sprechen und zu diskutieren. Es geht dabei um Fragen danach, wie Kirche sich einbringen und weiterentwickeln muss und welche Impulse Christen und Christinnen geben können.

Die Charta Oecumenica – das bestgehütete Geheimnis der Kirchen?

Die Charta Oecumenica – das bestgehütete Geheimnis der Kirchen?

2001 verabschiedeten die europäischen, christlichen Kirchen ein gemeinsames Dokument, das als Grundlage für eine „wachsende Zusammenarbeit“ zwischen den Kirchen Europas dienen sollte. Anlass war der Zusammenbruch des Ostblocks und die neuen Möglichkeiten der europäischen Kooperation. Im Geiste dieses Dokuments ist auch das Ökumenische Forum Hafencity gegründet worden und so findet sich die Charta Oecumenica in vier verschiedenen Sprachen an den Eingangstüren zur Kapelle.
Am Dienstag, den 5. Juni 2018 beschäftigte sich die Ökumenische Hausgemeinschaft unter fachkundiger Begleitung von Frau Pastorin Annette Reimers-Avenarius, Ökumenebeauftragte der Nordkirche und Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg, mit dem Text der Charta Oecumenica. Die Hausgemeinschaft trifft sich einmal im Monat zur Besprechung ihrer Angelegenheiten und wollte sich auf der Suche nach Impulsen und Inspiration für das gemeinsame Leben intensiv mit der Charta Oecumenica auseinandersetzen. Nach einer Einführung in den historischen Entstehungsprozess dieses Dokuments wurden insbesondere strittige Stellen diskutiert, die bereits während des Redaktionsprozesses zwischen den Kirchen intensiv besprochen wurden. Diese waren z.B. die Beziehung zum Islam, das Verhältnis zu anderen Religionen und Weltanschauungen, der (selbstkritische) Umgang mit der eigenen Geschichte und die deren Aufarbeitung, das Aufgeben der Selbstgenügsamkeit und das gemeinsame Auftreten der Kirchen gegenüber europäischen Institutionen. Dabei konnte man die visionäre Kraft dieses Dokuments erkennen, das mitnichten nur ein politischer, sondern auch ein geistlicher Text ist.
Leider gewannen viele Mitglieder der Hausgemeinschaft den Eindruck, dass dieses Dokument von den einzelnen Kirchen kaum in die Gemeinden eingebracht wird und wie ein Geheimnis behütet wird. Dabei ist der Aufruf zur Zusammenarbeit und die Suche nach Gemeinsamkeiten anstelle der Betonung von Trennendem in einer zunehmend polarisierenden Gesellschaft wichtiger denn je.
Im Ökumenischen Forum jedenfalls, ist die Bedeutung dieser Zusammenarbeit präsent und wird ganz praktisch im alltäglichen Zusammenleben der Hausgemeinschaft und im gemeinsamen Wirken unserer 21 Mitgliedskirchen umgesetzt. Wir wünschen uns dieses Engagement und Bewusstsein für die Ökumene in allen christlichen Kirchen und Gemeinden.

Christian Stürznickel, Mitglied der ökumenischen Hausgemeinschaft im Ökumenischen Forum HafenCity

Nachbarschaftsfest im Lohsepark am 30. Juni

Die Freunde des Lohseparks haben wieder ein Nachbarschaftsfest in der HafenCity organisiert! Am Samstag, 30. Juni 2018 wird der Lohsepark ab 14 Uhr zum Treffpunkt, zur Bühne und zur Spielwiese! Auf der Wiese vor dem Spielplatz wird der Grill angeschmissen und selbstgemachte Limo, die das Hotel 25hours zur Verfügung stellt, geschlürft.
Es erwarten Euch Vorführungen der HipHop Kids (LuKuLuLe), der Taekwondo-Kids (Störtebeker SV), ein Petanque-Spiel (Hamburger Boule Club) sowie ein Spiel ohne Grenzen und Kinderbasteln (Flüchtlingshilfe HafenCity e.V.).  Am Tischkicker könnt Ihr Eure Fußballkompetenzen unter Beweis stellen, bevor um 16 Uhr das WM-Achtelfinale beginnt, das Ihr im Gemeinschaftsraum vom Dock 71 gemeinsam anschauen könnt.
Bei Regen steht uns außerdem die Bastion am Lohsepark (Kreuzung Yokohamastraße/Am Lohsepark) zur Verfügung.

Die Freunde des Lohesparks freuen sich auf viele Gäste aus der Nachbarschaft!

Mitwirkende: Freunde des Lohseparks, Flüchtlingshilfe HafenCity, Hamburger Boule Club, LuKuLuLe, Störtebeker SV, Netzwerk HafenCity, Ökumenisches Forum HafenCity

ACHTUNG: Es werden noch Helfer für die Kinderspiele gebraucht! Wer helfen kann und möchte, melde sich bitte bei Marianne Wellershoff unter freunde@lohsepark.hamburgoder 0171 171 19 10.

Nachbarschaftsfest am 30. Juni 2018 ab 14 Uhr, Lohsepark/Gemeinschaftsraum Dock 71/ Bastion

Hier gehts zur Seite der Freunde des Lohseparks

Ein Papst-Film, der sich sehen lässt?

In den nächsten Tagen ist Fußball   d a s  Thema. Die Vorrunden-Termine der DFB-Auswahl sind seit Monaten geblockt; auch die großen Spiele ab Ende Juni sind in vielen Kalendern vermerkt. Expertengespräche, Vorabberichte, Public-Viewing, Tippgemeinschaften, Deutschlandfahnen – das übliche Begleitprogramm kommt allmählich auf Touren.
Zeitgleich mit dem WM-Start kommt der Dokumentarfilm »Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes« in die deutschen Kinos. Der Papst selbstgilt als Kinomuffel, äußerte er doch unlängst: »Ich schaue mir keine Filme an.« Dem muss man nicht folgen.
Wichtiger und inspirierender ist, was der Bischof von Rom in punkto Bewahrung der Schöpfung, Option für die Armen und Zukunft der (katholischen) Kirche zu sagen hat. Viel davon erfährt man dank Wim Wenders’ Dokumentarfilm, der als große Predigt daherkommt.
Allen Katholikinnen und Katholiken rate ich in diesen Tagen: »Nutzen Sie die wunderbare Gelegenheit und gehen Sie in den kommenden, vermutlich nur 14 Tagen ins Kino. Nehmen Sie Freunde und Bekannte mit. Laden Sie zum Beispiel Messdienerinnen, Lektorinnen und Kommunionhelfer ebenso ein wie etwa Mitglieder der Gemeindeteams und den Pfarrpastoralrat. Verabreden Sie sich mit spirituell Suchenden, mit interessanten und interessierten Menschen – und kommen Sie miteinander ins Gespräch.«
Letzteres wünsche ich mir auch im Hinblick auf all die, die der Ökumene, die dem Ökumenischen Forum HafenCity verbunden sind. Ich bin neugierig auf das, was Menschen anderer Konfessionen an Erhellendem und Verbindendem im dunklen Andachtsraum entdecken – hier: angesichts von Wenders’ Hommage an den Bischof von Rom. Wie haben Sie den Film erlebt? Was schreibt der Papst allen Christinnen und Christen ins Stammbuch? Wo können Sie gut mitgehen? Wie bringt uns Papst Franziskus Jesu Botschaft und Gottes Anliegen nahe?

Dr. Thomas Kroll, Mitglied im Vorstand Ökumenisches Forum HafenCity für das Erzbistum Hamburg

Hier gehts zum Filmtrailer „Papst Franziskus- ein Mann seines Wortes“ von Wim Wenders

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