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United against racism

United against racism

Plakataktion im Ökumenischen Forum Hafencity

„United against racism“ – unter diesem Motto werden sich am Samstag, den 29.09.2018, um 12:00 Uhr tausende Menschen zu einer antirassistischen Parade auf dem Rathausmarkt versammeln und durch Hamburg ziehen.

Das Ökumenische Forum Hafencity setzt gemeinsam mit der Flüchtlingsbeauftragten der Nordkirche, der Referentin für Friedensbildung der Nordkirche, der Bischofskanzlei Hamburg und weiteren Nachbarinnen und Nachbarn schon am Tag zuvor ein sichtbares Zeichen: Mit farbenfrohen Plakaten in den Fenstern zur Straße entsteht ein Bild, das so bunt ist wie unsere Gesellschaft. Wir leben hier miteinander als Menschen unterschiedlichster Herkunft. Wir kennen einander, teilen das Leben und diese Stadt. Wir zeigen uns solidarisch mit allen Ausgegrenzten und an den Rand Gedrängten und setzen uns ein für ein friedliches, respektvolles Miteinander. Dafür stehen die Schriftzüge „Solidarity will win“ und „United against racism“, die auf den Plakaten zu lesen sind.

Gemeinsam mit den vielen Menschen, die sich auf dem Mittelmeer, in Willkommensinitiativen oder in zahlreichen anderen Projekten für und mit Migrant*innen engagieren, machen wir deutlich: Hamburg ist eine Stadt der Vielfalt. Hier und in ganz Deutschland sollen Menschen ankommen können und ein neues Zuhause finden.

Frieden – um Gottes Willen!

Frieden – um Gottes Willen!

Während ich diese Zeilen schreibe, wird die Region Idlib in Syrien von syrischen Regierungstruppen und russischen Kampfjets bombardiert. Wahrscheinlich steht eine Offensive des syrischen Regimes bevor, um den letzten Stützpunkt der syrischen Rebellen zu erobern.
Mehr als drei Millionen Zivilisten – Frauen, Männer, Kinder – leben in diesem Gebiet. Rund die Hälfte von ihnen war bereits aus anderen Gebieten Syriens vertrieben worden und in die Region Idlib geflohen. Eine humanitäre Katastrophe bahnt sich an – und die Welt steht machtlos daneben und schaut hilflos zu.
Auch ich selber fühle mich machtlos. Und ich bete um den Frieden.
Die ökumenische Gemeinschaft der Kirchen ist für mich hier sehr wichtig: Weil gelebte Ökumene für uns Kirchen selber immer wieder ein Ort der Herausforderung des Friedens untereinander und der Versöhnung miteinander ist, und wir zeigen könn(t)en, dass friedliche Gemeinschaft auch in bleibender Verschiedenheit möglich ist. Aber vor allem, weil wir uns in diesem Gebet um den Frieden vereinigen können. In Altona tun dies die römisch-katholische Gemeinde St. Joseph, die evangelische Hauptkirchengemeinde St. Triniatis und die alt-katholische Gemeinde Hamburg an jedem dritten Freitag im Monat bei einem ökumenischen Friedensgebet um 19 Uhr in der Trinitatis-Kirche. Und während der jedes Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag stattfindenden Ökumenischen FriedensDekade sind Christinnen und Christen aller Konfessionen und zahlloser Gemeinden in ganz Deutschland im Gebet um den Frieden vereint.
Wenn es uns wirklich um den Frieden geht, müssen wir uns aber auch immer wieder klar machen: Friede ist etwas, was im Kleinen beginnt. In der unmittelbaren Begegnung mit der bzw. dem Nächsten.
In den Gottesdiensten verschiedener Konfessionen ist es üblich, den Frieden Christi zugesprochen zu bekommen und sich gegenseitig den Frieden zu wünschen. Aber bin ich auch bereit, nicht nur symbolisch die Hand zum Friedensgruß zu reichen, sondern auch von Herzen nach der Versöhnung mit der / dem Nächsten zu suchen – gerade auch dann, wenn wir uns in so manchem nicht einig sind?
Denn genau hier beginnt er: der Frieden.

Walter Jungbauer ist Pfarrer der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Hamburg

Das Ökumenische Forum HafenCity gratuliert Walter Jungbauer herzlich zur Einführung als Pfarrer in der Alt-Katholischen Gemeinde Hamburg! Alles Gute und Gottes Segen!

Nutzt unsere Erfahrungen und Anregungen – die Initiative Schulcampus lädt die Politik ein

Nutzt unsere Erfahrungen und Anregungen – die Initiative Schulcampus lädt die Politik ein

Im Dreieck Versmannstraße, Bahnlinie und Straße Am Hannoverschen Bahnhof ist im Bebauungsplan HafenCity 10 ein 11.000-Quadratmeter großes Grundstück für eine weiterführende Clusterschule aus Gymnasium und Stadtteilschule vorgesehen. Die Behörden wollen das Grundstück teilen, den nördlichen Teil verkaufen und den Schulcampus Lohsepark im südlichen Teil zusammendrängen. Und einen schmalen Schulhof zwischen den Gebäude positionieren (siehe Modell-Foto). Die Initiative Schulcampus Lohsepark sich deshalb dafür, dass dieses Pilotprojekt für Hamburg den Raum und die Rahmenbedingungen bekommt, die eine zukunftsweisende Schule benötigt.

Die Initiative Schulcampus Lohsepark, unterstützt vom Netzwerk HafenCity e.V. und der Hauptkirche St. Katharinen, und einer großen Zahl von Eltern und Nachbarn aus der HafenCity, der Altstadt, Neustadt und Rothenburgsort waren Anfang September Gastgeber für ein offenes Gesprächsforum. Gefolgt sind der Einladung ca. 60 Personen.

Die Initiative trug einen 5-Punkte-Plan vor, der Kritik mit Anregungen verband und diskutiert wurde:

  • Man solle zu den ursprünglichen Planungen zurückkehren, nach denen die Schulde die bestimmende Fläche sei und nicht die geplanten Wohnungen. Es sei inakzeptabel, dass die Schule von der Fläche nun kleiner geplant werde und der Schulhof auf das Dach komme. Es braucht Freiflächen und ebenerdigen Bewegungsraum, gerade wenn bei einer sozialen Mischung ein entspanntes Miteinander gelingen soll.
  • Die Öffnung der Schule zum Quartier ist gefährdet, umso mehr Räume nicht ebenerdig sind. Erfahrungen der Katharinenschule haben gezeigt, dass Räume nach 18:00 Uhr schwer zugänglich sind.
  • Der Hannoversche Bahnhof, der eine würdige Gedenkstelle sein soll, braucht Raum. Es ist nicht angemessen, wenn Die Bebauung auf der Rückseite mit Treppenhäusern der Gedenkstätte zugewandt ist und sie so eher abschirmt als öffnet.
  • Immer wieder sind die Prozesse der Planungen nicht transparent. Die Initiative erbittet beteiligt zu sein, um eine angemessene Schule mit zu entwickeln.
  • Schule braucht Zeit. D.h., es ist jetzt noch nicht absehbar wie sich die Schule mit geplanten 1500 Schüler_innen entwickelt. Eine Ausbaureserve mit der Möglichkeit einer Erweiterung scheint sinnvoll.

Diese Punkte wurden mit Beteiligten aller politischer Beteiligten kontrovers diskutiert. An manchen Punkten traf Realpolitik auf visionäres Denken. Am Schluss des Abends hörten alle die Zusagen der Parteien weiter im Gespräch zu bleiben. Sie betonten, dass einer Entwicklung doch nichts Besseres passieren kann, als die Beteiligung und das Engagement von Bürger_innen und Nachbar_innen. Eine gute Botschaft auch in Richtung HafenCity GmBH.

Pastorin Corinna Schmidt, Geistliche Leitung Ökumenisches Forum HafenCity

Bild Copyright: Sebastian Vollmert

Ein ganz normaler Samstag

Ein ganz normaler Samstag

Abschied von Julia Funke

Seit ca. einem Jahr habe ich einen festen Rhythmus für meine Samstage. Bereits am Vormittag verbreite ich im Studentenwohnheim meinen Kuchenduft und ernte oftmals ein paar neidische Blicke, immer mit der Aufforderung: Wenn was übrigbleibt, bringst du uns dann Kuchen mit, bitte.
Kaum ist die Schokoklasur getrocknet, wird der Kuchen auch schon in den Rucksack gepackt, in welchem auch schon Bastelmaterial Platz gefunden hat. Auf dem Fahrrad, am Weg in die HafenCity, kommen die ersten Gedanken: Wer kommt heute? Klar, auf mein Team freu ich mich, aber wie viele Flüchtlinge werden heute im Begegnungscafé sein? Mit welchen Anliegen kommen sie? Wollen sie nur entspannt eine Tasse Tee, ein Stück Kuchen und ein nettes Gespräch oder begeben wir uns mit dem Laptop auf Wohnungssuche.
Angekommen in der Elbfaire, bleibt noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit dem Serviceteam, während der Kuchen den Weg auf die Kuchenplatte findet. Dann treffen auch schon die tatkräftigen Helferinnen und Helfer für das Begegnungscafé ein, gemeinsam wird der Bastel-, Mal- und Spieltisch für die Kinder hergerichtet und sich auf die Suche nach dem Kicker begeben.
Und dann ist es auch schon 16.00 Uhr, ab jetzt ist es jeden Samstag anders.
In dem knappen Jahr habe ich wirklich schon alles erlebt. Mal saßen wir als Team komplett alleine in der Elbfaire und meditierten über die Frage, warum nun heute keiner im Begegnungscafé ist, und ein andermal sehe ich mich mit knapp 15 Kindern im Seminarraum basteln und wilde Spiele spielen, während im Café rege Gespräche am Kaffeetisch geführt werden.
Ich erinnere mich an einen Samstag, da wurde der Seminarraum erst zur großen Faltwerkstatt und es entstanden gefühlt hunderte von Papierfröschen in jeglicher Farbe, um dann zu einem Stadion für Hüpfwettkämpfe zu werden. Im Café nebenan wurden dann nur die Jubelrufe des Siegerfrosches vernommen, denn dort wurden intensive Gespräche zu ganz unterschiedlichen Themen geführt. Waren es nun Geschichten aus der fernen Heimat oder Fragen zum alltäglichen Leben in Deutschland, die Unterstützung bei der Wohnungssuche oder das Korrigieren von Bewerbungsunterlagen – alles darf im Begegnungscafé angesprochen und besprochen werden und das Team und ich versuchen bei allem kompetent zu helfen.
Wenn bei den Erwachsenen nach den vielen Worten ebenfalls, wie bei den Kindern, das Bedürfnis nach Bewegung entstehen sollte, dann steht der Kicker und auch die Tischtennisplatte alle Zeit bereit dafür.
Bei so viel Angebot bleibt der Kuchen dann ein Nebenschauplatz. Wobei… vielleicht ist er doch das süße I-Tüpfelchen.
Jeder Samstag ist eine Überraschung. Ich freue mich jedes Mal neu, auf jede einzelne Begegnung, jedes Gespräch und jede kreative Idee.

Nun aber werden sich meine Samstage wieder ändern – mein Studium ruft mich zurück nach Bayern. Am 6.Oktober verabschiede ich mich nach einem wunderschönen Jahr und Marius van Hoogstraten übernimmt dann das Begegnungscafé. Ich wünsche allen im Team weiterhin eine gute Zeit, viele schöne und anregende Gespräche, viel Freude und beeindruckende Begegnungen, die in Erinnerung bleiben. Ihr jedenfalls bleibt mir ganz fest in Erinnerung und auch im Herzen. Und dir, lieber Marius, wünsche ich ein ebenso schönes Jahr, wie ich es erleben durfte, mit vielen neunen Erfahrungen und Erlebnissen.
Vielen Dank für die schöne Zeit!

Eure Julia Frunke

 

Julia Funke verlässt Hamburg und gibt die Organisation des Begegnungscafés ab. Wir sagen herzlichen Dank das große Engagement und wünschen alles Gute für die Zukunft!

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