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Was fliegt denn da (nicht) im Lohsepark?

Was fliegt denn da (nicht) im Lohsepark?

von den Freunden des Lohseparks
Habt ihr es auch bemerkt? Im Lohsepark fehlen die Amseln, keine einzige kommt zu unserer Futterstelle. Wir vermuten, dass der Usutu-Virus in der HafenCity gewütet und die Population vernichtet hat. Ein Mitarbeiter der Naturschutzbehörde hat uns aber versichert, dass an Amseln insgesamt kein Mangel herrsche und sie schon wieder auftauchen werden.
 
Bei der Reinigung unserer Nistkästen im Dezember haben wir mehrere Nester und auch unausgebrütete Eier gefunden. Wir freuen uns, dass unsere Nisthilfen von den Vögeln angenommen werden. Die Haussperlinge im Park scheinen sich vermehrt und den Winter gut überstanden zu haben (auch dank unserer Fütterung), und nun geht es ihnen wie vielen Hamburgern: Sie finden keinen Wohnraum. Manche haben sich in Häuserfassaden eingenistet, was keine gute Lösung ist.
 
Deshalb möchten wir mit euch bei unserem nächsten Frühjahrsfest wieder Nistkästen bauen und im Park aufhängen – wir besorgen die Bausätze und bitten euch, die Nisthilfen zu sponsern, da wir ja über keinerlei Einnahmen verfügen. Notiert euch doch schon mal das Datum: Sonntag, 24. März, 11 bis 14 Uhr.
 
Prüft alles, und behaltet das Gute!

Prüft alles, und behaltet das Gute!

von Dr. Hauke Christiansen, Landeskirchenamt der Nordkirche und Vorstandsmitglied im Ökumenischen Forum HafenCity

Bald geht es Kalorien und Pfunden wieder an den Kragen. Ab Anfang März zieht die Fastenzeit eine siebenwöchige Schneise durch unser Alltagsleben. Von Aschermittwoch bis in die Karwoche wird des gewaltsamen Todes Jesu gedacht, der Passionszeit – nach altem Brauch auch Fastenzeit genannt. Dabei heißt Fasten nicht unbedingt Verzicht auf fettes Essen oder Alkohol. Eine gute Freundin von mir hat sich in diesem Jahr des Plastikfastens verschrieben. Sieben Wochen lang will sie auf Produkte und Verpackungen verzichten, bei denen Plastik verwendet wird. Angesichts des Zustands unserer Weltmeere ein sinnvolles Vorgehen. Wattestäbchen können auch aus recycelter Pappe hergestellt werden, sodass man auf den Griff aus Plastik verzichten kann. „Und du so?“, fragt sie mich bei einem Cappuccino in unserem Lieblings-Cafe. „Was hast du dir für die Fastenzeit vorgenommen?“ Ich muss kurz überlegen. In Zeiten kreativer Fastenaktionen fällt die Wahl schwer. „Sieben Wochen ohne“ kennt inzwischen jedes Kind. Seit der öko-fairen Aktion „Sieben Wochen mit“ gibt es bei mir Zuhause nur noch Kaffee, Kakao und Schokolade von glücklichen Landwirten aus den Ländern des Südens. Dieses Mal hätte ich Lust auf etwas Neues. In der Zeitung habe ich gelesen, dass der Mensch durchschnittlich 15.000 Dinge besitzt, aber nur 300 tatsächlich regelmäßig nutzt. Ich muss an meinen Kleiderschrank denken, der in manchen Bereichen einem Bermuda-Dreieck ähnelt. Wie wäre es, wenn ich mich an jedem Tag der sieben Wochen von einem Teil meines Hausrats trenne? Ausgelesene Bücher gehen an den Bücherflohmarkt, Altkleider in die Sammlung und das viel zu selten genutzte Trimmgerät stelle ich ins Internet. Klasse, ich mache eine Liste mit all den vielen Dingen, die ich  loslassen kann. Parallel versuche ich, neue Anschaffungen während der sieben Wochen zu vermeiden. Das ist zwar nur ein erster Schritt. Aber wer weiß, was aus dem kleinen Anfang wird. Ich teste, auf wie viel ich verzichten kann, um meine Lebensqualität zu verbessern. Vielleicht führt diese äußere Entschlackung dazu, dass ich mich auch innerlich auf das Wesentliche konzentriere. „Prüft alles, und behaltet das Gute!“ (Erster Thessalonicherbrief Kapitel 5, Vers 21). Einen Selbstversuch ist es wert.

Bild Copyright: Ester Stosch/pixelio.de

Neues aus dem Netzwerk HafenCity

Neues aus dem Netzwerk HafenCity

von Wolfgang Weisbrod-Weber, Netzwerk HafenCity e.V.

Das Netzwerk HafenCity e.V. traf sich am 4. Februar 2019 im Ökumenischen Forum HafenCity zur diesjährigen Mitgliederversammlung. Die Vorsitzende Tanja Heine, konnte in ihrem Bericht auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurückblicken. Vor allem drei Themen hat das Netzwerk in dieser Zeit bewegt

1. Die geplanten Gemeinschaftshäuser am Grasbrookpark, am Lohsepark und am Baakenhafen Park
2. Die Verkehrssituation in der HafenCity
3. Aktivitäten des Netzwerkes im vergangenen Jahr und in der Zukunft

 

Zu Punkt 1:

Beim Architekturwettbewerb, der zur Zeit stattfindet, ist das Netzwerk dank der Unterstützung durch die HafenCity Hamburg GmbH (HCH) in einer vorher noch nicht gekannten Form vertreten. Statt nur zwei „Anwohnervertreter_innen“ ohne Stimmrecht entsenden zu können, ist das Netzwerk dieses Mal schon bei der Vorbewertung mit zwei Experten (aus der AG Soziales) vertreten und dann beim eigentlichen Wettbewerb noch einmal mit einem voll stimmberechtigten Jurymitglied. Dazu kommen dann noch die zwei Plätze für Anwohnervertreter, für die sich Interessierte auf der Mitgliederversammlung melden konnten. Der nächste Schritt nach Abschluss des Hochbauwettbewerbs wird die Ausarbeitung des Betreiberkonzepts sein. Auch dafür möchte das Netzwerk Bürgerbeteiligung herstellen. Wie auf der Versammlung erklärt wurde, werden die Gemeinschaftshäuser für die Zukunft ein bedeutendes Element für das nachbarschaftliche Zusammenleben in der HafenCity sein. Es ist eine einmalige Gelegenheit, bei der inhaltlichen Konzeption für die Häuser gehört zu werden.

Zu Punkt 2:

Hier beschäftigt sich die Verkehrs-AG vor allem mit dem Korridor Elbbrücken-Versmannstrasse-zentrale HafenCity und in diesem Zusammenhang auch mit der Verkehrsführung für das neue Überseequartier und der geplanten, aber zurückgestellten Großmarktbrücke. Dazu kommen als Themen noch Verkehrsberuhigung allgemein (u.a. Tempo 30), die Fußwegebeziehungen (vor allem von und zu den Kitas und Schulen) und die Radwegesituation sowie die Belastung im Kaiserkai durch die Reisebusse. Um zu erfahren, wo den Anwohnern der Schuh drückt und wie sie sich eine – auch im Bezug auf Verkehr – lebenswerte HafenCity vorstellen, veranstaltete das Netzwerk, zusammen mit der HCH, im Juni ein umfassendes Seminar (übrigens auch im Ökumenischen Forum HafenCity). In der Nachfolge zu diesem Seminar ist die Verkehrs-AG des Netzwerks im Kontakt mit der HCH, den zuständigen Behörden und politischen Vertretern im Bezirk und der Bürgerschaft. Es ist klar, dass hier noch ein langer und schwieriger Weg zu gehen sein wird, aber das Thema ist sicher zentral für die Lebensqualität in der HafenCity.
Das neue Übersseequartier ist nicht nur wegen der Folgen für den Verkehrsfluss für die Anwohner und somit auch für das Netzwerk ein wichtiges Thema, sondern auch wegen der Einbettung in die restliche HafenCity, dem Zugang und den Verbindungen zu den anliegenden Quartieren und Gewerbebetrieben. Um diese Themen dem Investor nahe zu bringen, und auch um die Politik dafür zu sensibilisieren, hat das Netzwerk einen Dialog mit dem neuen Projektleiter von Unibail-Rodamco begonnen.

Zu Punkt 3:
Nicht nur in der Interessenvertretung war das Netzwerk im letzten Jahr aktiv, sondern auch im Vereinsleben mit und für die Mitglieder. So gab es wieder einen Stammtisch beim Ducksteinfestival und ein Treffen auf dem Weihnachtsmarkt. Wichtig für den Vorstand sind auch die offenen Vorstandssitzungen – der Vorstand öffnet jede zweite der monatlichen Vorstandssitzungen für alle Mitglieder. So kann der Vorstand erfahren, was die Mitglieder bewegt und die Mitglieder können erfragen, was der Vorstand unternommen hat. Und schließlich unterstützt das Netzwerk auch andere Initiativen im Stadtteil, z.B. die Flüchtlingshilfe, die „Freunde des Lohseparks“ und fungierte auch als Einlader des ersten Treffens aus dem die „Initiative Schulcampus“ hervorging.
Für das Jahr 2019 hat sich das Netzwerk ein großes Sommerfest am 16. Juni vorgenommen, an dem das 10-jährige Jubiläum gefeiert werden soll. Mit dabei sein sollen auch alle anderen nachbarschaftlichen Initiativen. Noch auf der Mitgliederversammlung  bildete sich ein kleiner „Festausschuss“, der das Jubiläumsfest vorbereiten wird.
Für alle diese Aktivitäten braucht es natürlich aktive Mitstreiter, deshalb wünscht sich der Vorstand eine rege Beteiligung bei den offenen Vorstandssitzungen, bei den AGs und beim Vereinsleben insgesamt. Wer sich beteiligen oder Näheres wissen will kann sich mit einer E-Mail an vorstand@netzwerk-hafencity.de melden.

 

 

Die Bulgarische orthodoxe Kirche in Hamburg bekommt eigenes Kirchengebäude im Herzen der Stadt

Die Bulgarische orthodoxe Kirche in Hamburg bekommt eigenes Kirchengebäude im Herzen der Stadt

von Velina Weber, Diakonie Hamburg

Mit einem feierlichen Kirchenglockenspiel, mit Gebetsliedern auf Kirchenslawisch, Bulgarisch und Deutsch, mit Dankbarkeit und Herzensfreude betraten die Hamburger Gemeindemitglieder am 25. Januar ihr neues Gotteshaus. Mit dem Segen seiner Eminenz, des west- und mitteleuropäischen Metropoliten Anthonij, erwarb die Bulgarische orthodoxe Kirche in Hamburg „Die Heiligen Kyrill und Methodius“ ein neues Kirchengebäude zur dauerhaften Nutzung (vorerst sind mindestens 30 Jahre vertraglich gesichert) und mit garantierter Möglichkeit, den Vertrag zu verlängern.

Dank der Unterstützung des Generalhonorarkonsuls von Bulgarien für Hamburg und Norddeutschland, Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer, sowie der Pröpstin der Hauptkirche „St. Jacobi“, Pastorin Astrid Kleist, endeten die seit 2017 geführten Verhandlungen über die Übernahme der unbenutzten Osterkirche glücklich für alle Parteien – für den Vorstand der Bulgarischen orthodoxen Kirchengemeinde, für den Kirchenkreis Ost sowie für die Hamburger Stadtverwaltung. Der Honorarkonsul für Bulgarien, seit 27 Jahren im Amt, begleitet seit 2003 die Bemühungen unserer Landsleute, in Hamburg eine eigene Kirche zu gründen. Damals hat eine Gruppe von Enthusiasten, darunter Maria Sturm und Slava Yankova, eine offizielle Initiative zur Gründung einer bulgarischen Kirche in Hamburg gestartet. Bei seiner Rede am 25. Januar wünschte sich Prof. Imeyer, dass „dieses Gotteshaus für viele in der norddeutschen Stadt lebende Bulgaren zur Heimat wird“, und betonte, dass die Bulgaren in Deutschland für die deutsche Gesellschaft einen Schatz und Bereicherung mit ihrer Geschichte, Kultur und Folklore darstellen und einen großen Beitrag zum heutigen Bild von Europa leisten.

Den offiziellen Glückwünschen schloss sich der Diözesanrat Hristo Berov an, der anmerkte, dass „Aufwachsen und Erwachsenwerden mit Verantwortung einhergehen.“ In diesem Sinne gratulierte er der Hamburger Gemeinde zu dem neuen wichtigen Schritt und dankte dem Honorarkonsul, der evangelischen Kirche und den kommunalen Vertretern für das Vertrauen in unsere hamburgische kirchliche Gemeinde.

Die 1863 nach dem Plan des prominenten Hamburger Architekten Alexis de Chateauneuf errichtete Osterkiche befindet sich im Besitz der Stadt Hamburg und wird unserer Kirchengemeinde gegen die Übernahme der Betriebskosten zur Verfügung gestellt. Vor Beginn der regulären Gottesdienste im Mai 2019 sind Reparaturen und der Austausch der Heizungsanlage erforderlich. Das Gebäudeinnere wird in Zukunft kontinuierlich für die liturgische Nutzung nach dem orthodoxen Kanonan angepasst werden, wofür weiterhin Spenden benötigt werden. Am 11. Mai wird erstmals die Heilige Liturgie im neuen Kirchengebäude gefeiert und die Kirche wird offiziell für Besucher eröffnet.

Das neue Kirchengebäude befindet sich im zentralen und kommunikativen Stadtteil Hamburg-Eilbek. Wir hoffen, dass die zentrale Lage der Kirche es den Gemeindemitgliedern leichter ermöglicht, an den Gottesdiensten teilzunehmen und zu einem Zuwachs neuer Besucher führen wird. An dieser neuen Adresse im Herzen von Hamburg soll in Zukunft ein orthodoxes Zentrum zur Verstärkung des geistigen Lebens entstehen, wo Vorträge, Konzerte, Lesungen, Kinderveranstaltungen usw. stattfinden können.

In der Hansestadt leben und arbeiten derzeit rund 10.000 Landsleute, in den benachbarten nördlichen Bundesländern Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind es etwa 30.000. Darüber hinaus wird durch das neue Kirchengebäude den interessierten Besuchern ermöglicht, täglich die Kirche zu besuchen, was wiederum auch die Frage nach weiteren Freiwilligen aufwirft, die das kirchliche Leben aktiv unterstützen.

Seit 2010 sorgt Krastin Apostolov für das liturgische und geistliche Leben der Gemeinde. Im Jahr 2012 initiierte der neugewählte Kirchenvorstand mit dem Segen seiner Eminenz Antonij – damaliger Vikar und derzeitiger Metropolit von West- und Mitteleuropa – eine Spendenaktion unter dem Motto „Eine neue Kirche für Hamburg,“ um Träger zu finden und Geld für die dauerhafte Lösung der Kirchenbau-Frage zu akquirieren (durch Kauf, Bau oder dauerhafte Miete). In den letzten Jahren wurden Wohltätigkeitskonzerte und eine Reihe an Veranstaltungen organisiert, die den Platz der jungen Gemeinde in der hanseatischen Gesellschaft und in den lokalen Kirchenkreisen etablierte. Der Gemeinde gelang es, eine Reihe von Kooperationen mit lokalen Organisationen wie der Caritas und der Diakonie zu gründen. Sie wurde Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Stadt und arbeitet eng mit Wohltätigkeitsorganisationen wie z.B. Ars & Humanitas.

Astrid Kleist knüpfte in ihrer Begrüßung an die Worte aus Johannes 1,16 an – „Von seiner göttlichen Erfüllung erhielten wir alle Gnade nach Gnade“ – und betonte die gemeinsame Freude und den gemeinsamen Profit: Die bulgarischen Gläubigen in Hamburg erhalten ein neues Dach über dem Kopf und der Geist Gottes lebt weiter in diesem ursprünglich protestantischen Kirchengebäude. Diese Vereinigung in Christus wies sie als besonders wichtig aus, um sich den Herausforderungen der gegenwärtigen schwierigen Zeiten in Europa zu stellen.

Zum Schluss des offiziellenTeils überreichte Frau Jutta Jungnickel, Pfarrerin der Friedenskirche in Hamburg-Eilbek, die bislang auch in der Osterkirche zu Hause war, symbolisch ein Holzkästchen mit Schlüsseln und sagte den zahlreichen Besuchern: „Trotz der Trauer und des Schmerzes trennen wir uns von der wunderschönen Osterkirche zugleich mit großem Trost und Freude. Denn die beliebte Kirche wird sich wieder mit Leben und mit Gläubigen in Christi füllen, welche hier beten, ihre Kinder taufen lassen, sich im Namen und im Dienst Gottes versammeln und sich darüber freuen werden“. Pater Krastin Apostolov fügte hinzu: „Die Fürsorge und Freude in diesem Gotteshaus werden Allen zuteil, denn die chronologische Reihenfolge auf Erden spielt für Gott keine Rolle.“

Corinna Schmidt, Geistliche Leitung des Ökumenischen Forums HafenCity:

„Von Herzen gratuliere ich der Bulgarischen orthodoxen Kirche zu ihren eigenen Räumen. Es ist wunderbar, dass diese Gemeinde, die so aktiv ist, nun einen eigenen Ort für ihr geistliches Leben, ihre Musik und die Gemeinschaft von Jung und Alt hat.In Ökumenischer Verbundenheit schaue ich auf die Weiterentwicklung der Bulgarischen orthodoxen Kirche in Hamburg, die gewiss durch die Beheimatung in den eigenen vier Wänden beflügelt wird.“

 

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