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Adventskalender – Geschichten statt Schokolade

Adventskalender – Geschichten statt Schokolade

von Pastorin Dietlind Jochims, Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche

Willkommen zum Seenotrettungs-Adventskalender! Bis Weihnachten möchte er Sie begleiten, nachdenklich machen und ermutigen mit Geschichten um das Thema Flucht und Seenotrettung. Jedes der 24 Kalendertürchen öffnet eine Geschichte. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven von Überlebenden, Kirchenmenschen, Seenotrettern oder Unterstützenden.

Samson, Bernd, Yusra oder Sharif — die meisten Menschen aus den Adventskalendergeschichten leben mit uns in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie berichten sehr persönlich: Von ihrer Flucht, ihrer Hoffnung und ihrer Angst, von schwierigen Entscheidungen, Lebenswillen und besonderen Begegnungen. Manche der Geschichten haben ein Happy End, andere ringen um Worte und Verstehen. Einige lassen uns als Leser*innen traurig und wütend zurück.

Seenotrettung ist für die Kirche mehr als ein ehrenwertes und unterstützungswürdiges ethisches Programm. Sie gehört zum Kern des biblisch begründeten Selbstverständnisses. Dass es ohne Rettung kein Heil geben kann, war ganz praktische Lebenserfahrung der Menschen der Bibel. Dass ohne Rettung tagtäglich Menschen auf der Flucht umkommen, ist die heutige bittere Realität.

Wir sollten den Advent nutzen als Zeit der Besinnung und Umkehr und müssen als Kirche deutlich Stellung beziehen: Staatliches Handeln und europäische Politik versagen. Lebensrettung ist kein Verbrechen, sondern Christenpflicht. Man lässt Menschen nicht ertrinken. Punkt. Gerne weisen wir deshalb auch auf das Bündnis der EKD mit vielen zivilgesellschaftlichen Partner*innen zur Seenotrettung hin. Den Link finden Sie links oben auf der Titelseite dieses Kalenders.

Allen Erzählenden danken wir sehr für ihre Offenheit und ihren Mut und allen weiteren Mitwirkenden, besonders den Flüchtlingsbeauftragten der Kirchenkreise in der Nordkirche, für ihr Engagement. Den Geschichten wünschen wir viele Leser*innen und dem Adventskalender eine weite Verbreitung. Wir werden uns weiter für den Schutz von Geflüchteten in besonderen Notlagen einsetzen — auch mit Unterstützung der Seenotrettung.

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Verabschiedung von Revd Canon Leslie Nathaniel

Verabschiedung von Revd Canon Leslie Nathaniel

Seit September 2016 war er Pfarrer der Anglikanischen Kirche in Hamburg und hat sich intensiv in die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen in Hamburg eingebracht.Nun wurde Revd Canon Dr. Leslie Nathaniel in der Diözese Europa der Kirche von England zum „Archdeacon of the East, Germany and Northern Europe“ ernannt. Das Arbeitsgebiet von Leslie Nathaniel umfasst in Zukunft anglikanische Gemeinden in ganz Mittel- und Osteuropa und in den Nordischen Ländern. Als Archdeacon hat er eine leitende Funktion vor allem im Kontakt zu den Pastorinnen und Pastoren und in Gebäudefragen. Wir gratulieren ihm herzlich zu seiner Ernennung und wünsche ihm für das neue Amt viel Erfolg und Gottes Segen. Am 17. November 2019 wird Leslie Nathaniel in der Anglikanischen Kirche in Hamburg offiziell verabschiedet. Propst Matthias Bohl hat ein paar persönliche Worte an Leslie Nathaniel verfasst:

Lieber Leslie,

es ist schade, dass Du unsere gute Gemeinschaft der Hamburger Ökumene wieder verlässt, um eine neue, große Aufgabe für Deine Kirche zu übernehmen. Da hast uns in Hamburg den ökumenischen Blick geweitet, – uns aus der Provinzialität herausgeholfen, – jedenfalls wolltest Du das tun. Denn manchmal bist Du fast daran verzweifelt, wie wenig wir Deinem Ruf, die Enge und die Ängstlichkeit zu überwinden und stärker auf Gottes Geist zu vertrauen, folgen wollten. Mit Dir ein Mitglied des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Hamburg zu wissen, war uns eine große Ehre. In Hamburg als dem viel zitierten „Tor zur Welt“ in ganz besonderer Weise die Ökumene weltweit erleben, das konnten wir mit Dir tun, – und das wollen wir auch künftig tun, – versprochen! Auch ohne Dich als einer von uns. Wir bleiben Dir verbunden! Gottes Segen für Dich!

Matthias Bohl, 
Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Propst im Kirchenkreis Hamburg und Mitglied im Vorstand der ACK Hamburg

Bild: C. Ebeling / ZMÖ Nordkirche

Das Netzwerk HafenCity lädt im Advent ein

Das Netzwerk HafenCity, das viele Bewohner_innen und Gewerbetreibende als Mitglieder hat, engagiert sich seit 10 Jahren im Stadtteil. Das lebendige Jahr 2019 in der HafenCity klingt mit dem Nikolaus und der Einladung zum Punsch auf dem HafenCity-Weihnachtsmarkt aus.

Jedes Jahr kommt der Nikolaus per Schiff im Magdeburger Hafen an (6.12.,ca. 16:30 Uhr oder 15:45 Uhr am Treffpunkt Katharinenschule). Es ist besonders stimmungsvoll, wenn das Schiff in der Dunkelheit anlandet und 100 Kinderstimmen den Nikolaus herbeirufen, der den weiten Weg von Myra in den hiesigen Stadtteil findet. Diese Aktion für alle kleinen und großen Kinder aus der HafenCity und Umgebung ist eine Kooperation von vielen Beteiligten aus Stadtteil und Kirchen.

Am Dienstag, den 10.12. sind alle herzlich eingeladen, auf dem Weihnachtsmarkt ab 19:00 Uhr auf einen Punsch vorbeizuschauen. Das gesellige Beisammensein bietet zudem die Möglichkeit, die neuesten Entwicklungen aus dem Stadtteil auszutauschen und einen ersten Blick auf 2020 zu werfen. Treffpunkt ist der Glühweinstand neben der Eisarena.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben – Ausstellung zur Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben – Ausstellung zur Jahreslosung 2020

Ein spannendes Projekt: Zwölf Künstler_innen interpretieren die Jahreslosung 2020 und steuern ihr Werk zu einem Kalender bei. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ lautet der Bibelvers aus dem Markus-Evangelium, den die Kunstschaffenden interpretiert haben. Alle zwölf Künstler_innen gehören zur „Gemeinschaft künstlerisch tätiger Christen“ (DAS RAD). Eine von ihnen ist Elisabeth von Pander, ich uns ein paar persönliche Fragen beantwortet hat.

Redaktion: Frau von Pander, Sie haben gemeinsam mit anderen Künstler_innen einen Kalender zur Jahreslosung 2020 gestaltet. Wie kam es zu der Idee und zu Ihrer Zusammenarbeit?

Elisabeth von Pander: Auf der Tagung DAS RAD 2018 hat der adeo Verlag die Künstler_innen der Kunst-sucht-Liebhaber-Gruppe gefragt, ob sie Werke zu der Losung 2020 „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ malen könnten. Ein neues Produkt sollte im Verlag adeo geboren werden. Künstler_innen aus Franken, Berlin, Hessen, Nordrheinwestfalen, Hamburg und aus der Schweiz haben sich dann künstlerisch mit der Losung auseinanandergesetzt. Die Orginale wurden auf der Wanderausstellung u.a in Ewersbach und Berlin gezeigt. Auch für das Folgejahr 2021 haben wir bereits an Werken für adeo gearbeitet.

Redaktion: Sie selbst haben das Bild zum Monat Juni gestaltet, das den Titel „Hoffnung“ trägt. Wie sind Sie persönlich an die Aufgabe herangegangen und was für ein Bild ist dabei entstanden?

Elisabeth von Pander: An meinem  Werk „Hoffnung“ habe ich viele Wochen gearbeitet. Ich habe mich sehr vorsichtig und zart dem Thema genähert. Schicht um Schicht, mit Acryl Farben auf Leinwand. Mit Pinsel, Spachtel und meine Finger entwickelte sich das Werk. Eine Herausforderung für mich, ein Auftrag, der mich auch mit den Menschen aus der Kunst-sucht-Liebhaber-Gruppe verbindet. Immer wieder habe ich vor dem Malen im Atelier die Losung und die Geschichte von dem Vater, der Jesus um die Heilung seines Sohnes anfleht, gelesen. Glaube und Unglaube wohnen gemeinsam in unserem Herzen.
In meinen gewählten Farben sollen die Auseinandersetzung, Unsicherheit, Verzweiflung und der Zweifel im Herzen dargestellt werden, das Ringen um den Glauben und das Grün im Zentrum, für die Hoffnung. Und der Himmel, die Bindung an den Himmel wo die Hoffnung aufsteigt…

Redaktion: Was ist Kunst für Sie und welchen Stellenwert hat die Malerei in Ihrem Leben?

Elisabeth von Pander: MeineKunst, meine Malerei, die Kreativität ist sehr wichtig für mein Leben. Im Malprozess bin ich bei mir und kann meine Stimmungen und Wahrnehmungen ausdrücken. Die Verbundenheit durch die Losungstexte und der Austausch mit der Gruppe in diesem Fall ist besonders wertvoll.

Redaktion: Was wünschen sie sich für das Projekt?

Elisabeth von Pander: Mögen sich viele Christ_innen und andere dafür offene Menschen von unserer Kunst im Kalender angeregt fühlen, sich durch das Jahr begleiten lassen und sich verbunden fühlen. In unserer Zeit wo doch viele Menschen allein und einsam sind. Die künstlerische Umsetzung der Losung möge viele Menschen verbinden.

Die Ausstellung ist vom 23. November 2019 bis mindestens 15. Januar 2020 in den Räumen des Cafés ElbFaire im Ökumenischen Forum HafenCity zu sehen. Die Vernissage findet am 23. November 2019 um 16 Uhr statt. Der Jahreslosungs-Kunstkalender 2020 ist im adeo Verlag erschienen und kostet 30 Euro.

Weitere Informationen:

Kunst sucht Liebhaber
www.kunst-sucht-liebhaber.de

DAS RAD – Christen in künstlerischen Berufen
www.dasrad.org

adeo Verlag
www.adeo-verlag.de

Bild: Elisabeth von Pander, „Hoffnung“

Rückblick und Gedenken

von Julika Koch, Referat Friedensbildung der Nordkirche

Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Totensonntag sind die Gedenktage am Ende des Kirchenjahres der Evanglischen Kirche. Solche Tage gibt es in dieser Zeit auch in den andern Konfessionen. Rückblick und Gedenken werden in den Blick genommen. Menschen wenden sich Schmerzpunkten zu, Schmerzpunkten auf dem eigenen Weg und Schmerzpunkten auf dem Weg der Gemeinschaften, in denen sie leben.

„Suche Frieden und jage ihm nach“ ist die Jahreslosung 2019 in den Evangelischen Kirchen. Eine Erfahrung der deutschen Geschichte ist, dass Schmerzpunkte wichtige Orte für die Friedenssuche sind. Ohne Geschichten vom eigenen Schmerz zu erzählen, ohne Geschichten vom Schmerz anderer mit dem Herzen zu hören, ohne dies gibt es keine Heilung und keinen Frieden. Michael Lapslay aus Südafrika hat dafür einen Weg entwickelt. „Healing of Memories“ nennt er seine Arbeit. Wir werden im Mai 2020 in einer Gruppe einmal  diesen Weg in einem dreitägigen Workshop gehen. Wer mitkommen möchte ist herzlich eingeladen.[1]

So kann es gehen: sich den Schmerzpunkten zuwenden. Dadurch können Hoffnungspunkte in den Blick kommen. Mit einem „Ja“ zu beidem kommen alle dem „Friede auf Erden“ näher.

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[1]Weitere Informationen zu Healing of Memories: www.healing-memories.org.
Informationen zum Workshop im Mai 2020 bei Annette Reimers-Avenarius (annette.reimers-avenarius@oemf.nordkirche.de) und Julika Koch (julika.koch@oemf.nordkirche.de).

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