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Alles in guten Händen

Alles in guten Händen

von Mark Möller, neuer Mitbewohner in der Ökumenischen Hausgemeinschaft und seit 1. August 2020 Diakon in der Flussschifferkirche

Die Sommerferien sind oder gehen zuende. Und? Wo waren Sie so? Ich habe meinen Urlaub  unter anderem genutzt, um umzuziehen, Geduld zu üben mit dem Hamburger Sommerwetter und für Verabredungen. So lief ich auch einen halben Tag lang mit meinem Patenkind aus Berlin durch Hamburg. Start war die Dachterrasse im Ökumenischen Forum, Ziel der ZOB.

Ob ich an Schicksal glaube, fragte sie mich unvermittelt. „Interessante Frage“, antworte ich. Ob sie denn daran glaube. Sie: „Nee, also nicht ganz.“ Ich „?“ Sie: „Naja, der Gedanke, es gibt ein Schicksal, der kann recht tröstlich sein. Er erlaubt Entspannung. Aber Schicksal kann auch ein fatalistisches Konzept sein: Wenn etwas schief geht, muss man sich nicht fragen, warum gerade ich? Aber ich brauche auch gar nicht erst probieren, es zu ändern. Schicksal eben.“

Ich glaube eher an Fügung. Dinge fügen sich, meine Entscheidungen aber beeinflussen, was sich wie und wann fügt, ohne dass ich das letztlich kontrollieren kann; weil eben auch andere Menschen Entscheidungen treffen und Bedingungen verändern. Auch eine Pandemie und unser Versuch, bestmöglich damit umzugehen lehrt uns, dass wir auf den Lauf der Dinge Einfluss nehmen können, jedoch kaum Sicherheit erlangen.

Ich mag das Lied: „Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig, Gott, in Dir.“ Ja, ich gestalte mein Leben. Nein, ich hab nicht alles im Griff. Aber: ich weiß alles in guten Händen, auch wenn`s mal schwierig ist. Dieses Gefühl wünsche ich Ihnen auch.

Mein Patenkind und ich hatten Glück. Es fügte sich, dass der Regen erst begann, als sie in den Bus stieg. Sie fuhr los unter einem Regenbogen. Kommen Sie gut in den September! Und seien Sie behütet.

Gemeinschaft im Film – die Ökumenische Hausgemeinschaft dreht sich

Gemeinschaft im Film – die Ökumenische Hausgemeinschaft dreht sich

vom Videoteam der Ökumenischen Hausgemeinschaft, Timo, Sylvia und Anna

Häufig erleben wir im Forum, dass Menschen sich lebhaft für die Ökumenische Hausgemeinschaft interessieren. Lebt ihr im Stadtkloster? Seid ihr eine große WG? So oder so ähnlich werden wir oft gefragt. In der Tat ist es gar nicht so einfach, in ein paar Sätzen die Fülle dessen, was wir sind, warum wir hier leben, was wir gemeinsam tun, zu erklären. Da momentan aufgrund der Corona-Pandemie keine Live-Führungen stattfinden, in denen wir mit Interessierten ins Gespräch kommen können, haben wir überlegt, uns in kleinen Filmsequenzen mit diesen Fragen zu beschäftigen.

In sieben Einzelinterviews geben die Hausbewohner_innen Auskunft darüber, warum sie gerade in dieser Gemeinschaft leben, was der besondere Reiz für junge Familien in diesem Haus ist, wie der Glaube gelebt wird, wie selbstgestaltete Andachten aussehen und sprechen über die Besonderheit, Freud und Leid in einer Gemeinschaft zu teilen. Auch die Fragen nach Verbindlichkeit, Freiwilligkeit sowie gemeinsamen Aufgaben werden gestellt. Und natürlich geht es um Überlegungen, zu welchen Angeboten wir Interessierte und Suchende zu uns ins Haus einladen. Parallel dazu berichten wir, wie sich einzelne Bewohner_innen aufgrund ihrer Interessen oder auch Lebenssituation im Stadtteil HafenCity beteiligen und engagieren.

Neben den Interviews wird es ein in einem zweiten Schritt darum gehen, die verschiedenen Aktivitäten und Begegnungen in Bildern festzuhalten. Der Film soll im September fertiggestellt werden und wird dann auf der Website des Forums sowie auf Facebook sichtbar sein.

Die Drehtage waren für uns alle beeindruckend. Wie tief einige Antworten und auch die Gespräche in den Drehpausen waren, hat uns sehr gefreut und in unserer Idee beflügelt. Die Drohnenaufnahmen geben ganz besondere Perspektiven, die auch symbolisch für die verschiedenen Zugänge zur Ökumene stehen könnten.

Jetzt stehen noch einzelne Drehs von der Wohnungssegnung und vom Hausabend an, denen wir mit Freude und Spannung entgegenblicken. Vielen Dank sagen wir aber schon jetzt an all diejenigen, die an der Realisierung des Hausgemeinschaftsfilms beteiligt sind und das Projekt damit erst ermöglichen.

 

Berühr den Himmel – Filmdreh Nacht der Kirchen im Ökumenischen Forum

Berühr den Himmel – Filmdreh Nacht der Kirchen im Ökumenischen Forum

Aufgrund der Corona-Situation musste die Nacht der Kirchen in diesem Jahr abgesagt werden…. aber nicht ganz – es gibt einen Nacht-der-Kirchen-2020-Film! Letzte Woche war das Kamerateam des Projektbüros NdKH auch bei uns im Forum zu Gast und hat – getreu dem diesjährigen Motto „Berühr den Himmel“ – hoch oben auf unserer Dachterrasse gedreht. Dort ging es vor allem um unsere Bienen, die dort sogar in ihrer eigenen Kapelle leben und ganz besondere Botschafterinnen für die Bewahrung der Schöpfung sind. Mit dabei waren natürlich unser Bienenflüsterer und Geschäftsführer Henning Klahn und der Journalist Daniel Kaiser von NDR 90,3, der als Moderator die Filmszenen begleitet hat. In unserer Kapelle gab‘s dann auch noch ein Interview mit Pastor Uwe Onnen aus der Evangelisch-methodistischen Kirche, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Hamburgs.
Nun sind wir schon ganz gespannt auf das Ergebnis. Am 5. September wird der Film auf der Internetseite der Nacht der Kirchen www.ndhk.de sowie auf www.kirche-hamburg.de zu sehen sein. Weitere Stationen darin sind ein Besuch der Bischöfin in der Seemannsmission, eine Meditation in die Kirche der Stille, ein Gespräch mit dem Ersten Bürgermeister auf dem Turm der Nikolai-Ruine und das Kolumbarium des Mariendoms. Kirchliche Vielfalt ist ein Thema in diesem Jahr. Und natürlich Menschen. Und wie sie den Himmel berühren.

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