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News aus der ElbFaire

News aus der ElbFaire

Die ElbFaire hat einen neuen gastronomischen Partner! Seit dem 1.9.2019 betreibt die Pflegediakonie Hamburg-West/Südholstein das Café ElbFaire mit dem gewohnt nachhaltigen Konzept. Wir freuen uns, das Café nach sieben Jahren – zunächst Genossenschaft und später Teil unseres Vereins –  in die Hände des Pflegediakonie-Teams zu geben und seinen Platz weiterhin im Herzen des Ökumenischen Forums HafenCity zu wissen. Ansprechpartner für Veranstaltungen im Ökumenischen Forum erreicht ihr wie gewohnt unter veranstaltung@Elbfaire.de.
bio bleibt, Nachhaltigkeit bleibt, ElbFaire bleibt! Es gibt weiterhin bio-zertifizierte, vegetarische Speisen – der Mittagstisch wird sogar noch ein wenig erweitert. Selbstgebackender Kuchen ist nach wie vor Teil des Konzeptes. „Es wird demnächst außerdem auch kleine Snacks wie z.B. belegte Brote geben“, sagt Sonja Bartel, die wie gewohnt das Café managt. „Wir renovieren längerfristig unseren Gastraum und bekommen auch eine neue Kaffeemaschine – damit unsere Kaffeespezialitäten auf hohem Niveau bleiben.“

Wir freuen uns über die Kooperation und die damit verbundenen neuen Chancen in dieser Zusammenarbeit und wünschen dem Team der Elbfaire viel Erfolg und Gottes Segen.
Kommt zahlreich und fühlt Euch wohl!

Achtung, neue Öffnungszeiten:
Ab 1. Oktober 2019 ist das Café wieder geöffnet. Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 17 Uhr. An den Wochenenden bleibt das Café vorerst geschlossen.

2 aus 21. Kirche und Nation. Orthodoxe und Mennoniten begegnen sich

2 aus 21. Kirche und Nation. Orthodoxe und Mennoniten begegnen sich

von Christo Karabadjakov (Bulgarische Orthodoxe Kirche) und Marius van Hoogstraten (Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona)

Gemeinsam Andacht halten und ins Gespräch kommen – so lässt sich der Abend der Begegnung zwischen Mennoniten und Orthodoxen verkürzt zusammenfassen. In diesem Ablauf steckt jedoch mehr: Christus ist der Anfang und das Ende einer Begegnung zwischen zwei Menschen, aber auch zwischen zwei christlichen Konfessionen. Deshalb werden wir den Abend mit Andacht beginnen. Dies wird uns stärken, um im zweiten Teil über den geschichtlichen Weg dieser zwei Traditionen und deren Selbstverständnis zu reflektieren. Denn über die liturgischen und theologischen Unterschiede hinaus stechen Gemeinsamkeiten ins Auge: So hat das Leben in Diaspora die Geschichte beider Kirchen geprägt.

Obwohl es für beide Kirchen theologisch eigentlich klar sein sollte, dass die Zugehörigkeit zu Christus alle nationale und ethnische Zugehörigkeiten überwindet, ist es für uns beide immer wieder gerade zu starken Verschränkungen von religiöser und nationaler Zugehörigkeit gekommen. Unter Mennoniten sprechen wir von „mennonitischer Küche“ und „ethnischen Mennoniten“ – also den, deren Stammbaum seit Generationen nur aus Mennoniten besteht. Die Diasporasituation, in der Mennoniten häufig als kleine, oft deutschsprachigen, Gemeinschaften von Einwanderern auf der Welt verbreitet lebten, hat diese Denkweise gefördert. In den letzten Jahrzehnten behauptet sich allerdings eine neue Realität: Unter anderem durch Mission sind die Mennoniten zu einer vielfältigen (kleinen) Weltkirche geworden, in der Angehörige von Dutzenden Nationen sich treffen, was uns vor neuen Herausforderungen stellt, und erneut deutlich und greifbar macht, wie sehr unser Christ-sein von unserer Kultur geprägt ist – und wie sehr Christus selbst dieser Prägung entsteigt.

Und dennoch: Auch wenn Christus für uns der gemeinsame Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Johannes 14,6), haben Mennoniten und Orthodoxe von doch sehr unterschiedlichen historischen Wegen zu berichten. Darüber wollen wir an dem Abend voneinander lernen.

Veranstaltungstermin:
Dienstag, 29. Oktober 2019 um 18.30 Uhr
2 aus 21. Kirche und Nation. Orthodoxe und Mennoniten begegnen sich
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Gemeinsam Veränderungen gestalten

Gemeinsam Veränderungen gestalten

 von Pastorin Corinna Schmidt, Geistliche Leitung Ökumenisches Forum HafenCity

Am vergangenen Montag (16.09.) trafen sich die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Forums HafenCity zur Mitgliederversammlung, um die künftige Ausrichtung des Forums zu besprechen. Dieser Versammlung gingen mehrjährige Beratungen in den Kirchen voraus, wie das Ökumenische Forum bis 2021 gut aufgestellt werden kann: mit einem innovativen Konzept, stabilen Finanzen und einem neuen Kooperationspartner im Café ElbFaire. Es ging um viel und eine gewisse Spannung war  diesem Nachmittag im Tagungsraum spürbar. Ein Delegierter sagte: „Bevor wir jetzt ins Gespräch treten, möchte ich dem Vorstand für die Arbeit danken.“Dieser Dank wurde von allen mit lautem zustimmenden Klopfen auf dem Tisch verstärkt und löste einen Teil der Anspannung.

Dank und Wertschätzung öffnen unsere Herzen und den Verstand. Wir hören aufeinander und versuchen die unterschiedlichen Positionen zu verstehen.

Der erste wichtige Schritt ist getan. Und zugleich geht die Weiterentwicklung des Ökumenischen Forums HafenCity jetzt erst richtig los: In einem Konzept wird beschrieben, welcher inhaltliche Bogen bis 2027 gespannt werden soll und wie er mit Leben gefüllt wird.

Die Menschen der Mitgliedskirchen, die in der Shanghaiallee ein und ausgehen, sich engagieren, oder in der Ökumenischen Hausge-meinschaft wohnen, leben eine Kultur des Hinhörens und üben sich im gegenseitigen Verstehen.Das macht ökumenisches Leben aus und prägt eine gemeinsame Identität. Damit hat dieser Ort Modellcharakter. Wir schicken keine Kirchen (-parlamente), Delegierten oder Mitbewohner_innen in die Zwangspause, wenn es um Jesu Sache geht. Wir werden weiterhin kontrovers und konstruktiv diskutieren. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Gottes Geist wirkt und was möglich ist, wenn wir das Gespräch suchen, im Dialog bleiben und ab und zu ein Wort des Dankes finden.

Wenn Sie Rückfragen oder Anregungen haben, freuen sich Geschäftsführer Henning Klahn und ich auf Begegnungen und Gespräche!

Das Ökumenische Forum mitten im großen Happening – Nacht der Kirchen am 14. September 2019

Das Ökumenische Forum mitten im großen Happening – Nacht der Kirchen am 14. September 2019

Es ist wieder soweit – Die Nacht der Kirchen findet bereits zum 16. Mal in Hamburg statt. Ein Spektakel in der ganzen Stadt wird es werden, mit Bühnen und Musik, Lichtern und Shuttlebussen und über 70.000 erwarteten Besucher_innen. 129 Kirchen werden an diesem gemeinsamen Kulturfest teilnehmen und von 19 Uhr bis Mitternacht ein buntes Programm anbieten.
Wir im Ökumenischen Forum HafenCity denken, dass diese Nacht eine Chance ist, die Türen weit zu öffnen – von Gebäuden ebenso wie von Herzen. „Herz auf laut“ ist passenderweise das diesjährige Motto. Für uns ist die Nacht der Kirchen ein Anlass, unsere ökumenische Vielfalt zu feiern und sie so gebündelt und praktisch erfahrbar zu machen wie es selten möglich ist. In der Nacht der Kirchen trifft man bei uns auf Menschen aus unseren ganz unterschiedlichen Mitgliedskirchen. Alle Akteur_innen sind mit uns verbunden und auch außerhalb der Nacht der Kirchen bei uns präsent und aktiv. Uns ist es ein Anliegen, dass das, was Besucher_innen in der Nacht der Kirchen im Ökumenischen Forum erleben, auch an anderen Tagen bei uns zu finden ist und das der Abend Lust auf mehr macht.Die Nacht der Kirchen bei uns im Haus ist zum Einen ein Schnupper-Angebot für solche, die im Alltag wenige Berührungspunkte mit dem Glauben haben und denen in kleinen Häppchen kurze Einblicke in die Weite des Christ_inseins gewährt werden. Zum Anderen ist sie aber auch ein Anlass für kirchenaffine Menschen und/oder gläubige Christ_innen, christliche Gemeinschaft und Einheit in Vielfalt zu erleben und zu feiern.

Das Programm im Ökumenischen Forum HafenCity ist hier zu finden

#PalermoAppell – Seenotrettung.Jetzt! Hamburger Citykirchen engagieren sich

#PalermoAppell – Seenotrettung.Jetzt! Hamburger Citykirchen engagieren sich

von Katrin Wippich, Evangelisch-reformierte Kirche

Die öffentliche Aufmerksamkeit für das Schicksal der Geflüchteten auf dem Mittelmeer darf nicht nachlassen. Die EU-Staaten müssen sich kurzfristig auf ein Verfahren zur Verteilung der Geretteten innerhalb Europas einigen und mittelfristig eine neue Migrationspolitik entwickeln. Sich hierfür zu engagieren, ist auch Aufgabe der Kirchen.

Die Festnahme der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete durch italienische Behörden Ende Juni auf Lampedusa hat die Rettung Geflüchteter auf dem Mittelmeer erneut ins Zentrum des medialen Interesses und der öffentlichen Diskussion gerückt. Das ist eine gute Nachricht. Eine gute Nachricht war auch, dass Carola Rackete relativ schnell wieder frei kam.

Das beharrliche Engagement der privaten Seenotretter ist bewundernswert; Carola Rackete hat konsequent gehandelt und ist dabei ein persönliches Risiko eingegangen. In der allgemeinen Empörung über die Kriminalisierung der Retter droht jedoch das Schicksal der zu Rettenden, der Geretteten und der nicht Geretteten, sondern im Mittelmeer Ertrunkenen mitunter in Vergessenheit zu geraten.

Angesichts dessen war es uns in der Evangelisch-reformierten Kirche ein Bedürfnis, etwas zu tun, das die öffentliche Aufmerksamkeit für die Bootsflüchtlinge wachhält und auf die Notwendigkeit politischen Handelns hinweist. Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Vorschlag einer gemeinsamen Aktion zum Thema Rettung Geflüchteter auf dem Mittelmeer bei anderen Hamburger City-Kirchen spontan großes Echo fand.

Die Seenotrettung darf nicht weiter allein in privater Hand liegen; sie ist eine staatliche Aufgabe. Doch es geht nicht nur um die Rettung der Menschen in den Booten vor dem Ertrinken. Die EU-Staaten müssen sich dringend auf ein Verfahren zur Verteilung der Geretteten innerhalb Europas einigen und eine gemeinsame Migrationspolitik entwickeln, die sichere und legale Fluchtrouten ermöglicht. Diese Forderungen formulierten bereits Anfang Juni der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Leoluca Orlando, der Bürgermeister von Palermo, in ihrem Palermo-Appell.

In den letzten Wochen scheinen diese Forderungen mehr und mehr zum allgemeinen Konsens geworden zu sein: von Außenminister Heiko Maas bis Innenminister Horst Seehofer, von der EU-Kommission bis zum UN-Generalsekretär. Aktuell dürfen wir hoffen, dass es im Herbst tatsächlich zu einem „Bündnis der Hilfsbereiten“ kommt, dass sich also zumindest einige EU-Staaten auf einen verbindlichen Verteilmechanismus einigen, der sicherstellt, dass die aus dem Mittelmeer Geretteten auch wirklich in Europa ankommen können. Das wäre ein erster Schritt.

Hamburger City-Kirchen wollen mit einer gemeinsamen Aktion auf das Thema aufmerksam machen. Wir wollen den Prozess durch unser Gebet unterstützen und durch Demonstration dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit politischen Handelns wach zu halten – solange es nötig ist.

Veranstaltungshinweis:
Beten und Demonstrieren für Seenotrettung.Jetzt! vom 22. August bis 14. November 2019 jeden Donnerstag um 17.15 Uhr vor der Hauptkirche St. Petri (am Dietrich-Bonhoeffer-Denkmal). Nach einer Andacht Demonstrationszug zum Rathausmarkt, dort Verlesung des Palermo-Appells.

Das Salz der Erde – Ökumenischer Tag der Schöpfung

Das Salz der Erde – Ökumenischer Tag der Schöpfung

von Pastorin Corinna Schmidt, Geistliche Leitung Ökumenisches Forum HafenCity

 „Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Aber wir sehen mit Schrecken, dass die Güter der Erde ohne Rücksicht auf ihren Eigenwert, ohne Beachtung ihrer Begrenztheit und ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Genrerationen ausgebeutet werden. Wir empfehlen einen ökumenischen Tag des Gebetes für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen.“

So steht es in den Leitlinien der Charta Oecumenica, die sich an unseren Kapellentüren befindet. Dem Aufruf zum Gebet sind viele Kirchen in diesem Jahr zum zehnten Mal gefolgt. Wir folgen dem Aufruf als Geschwister in der Ökumene. Das diesjährige Motto erinnert uns Christ*innen, als „Salz der Erde“sich für die Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung einzusetzen.
Als ich letztes Jahr in Taizé war, fiel mir ein Text in die Hand, der versucht zu beschreiben und zu erfragen, wie es geht „Salz der Erde“ zu sein, wenn ich die gesamte Schöpfung in den Blick nehme:

„Wir müssen einen Ausgleich finden zwischen unseren Grundbedürfnissen und unserem Verlangen nach immer mehr, besonders in dem, was wir verbrauchen und wie wir mit den natürlichen Rohstoffen umgehen.
Können wir unseren Lebensstil vereinfachen und das beiseitelassen, was vielleicht gekünstelt und übertrieben ist? Unser Leben zu vereinfachen, kann eine Quelle des Glücks sein. Wie können wir Raum schaffen, um miteinander zu teilen? Was können wir geben, was von anderen annehmen? Vergessen wir nicht, Gott für die Schöpfung zu loben. Halten wir uns dazu Zeit zum Ausruhen und zur stillen Betrachtung frei.“

Dieser Text hat mich berührt, weil er klar und zugleich einfach beschreibt, wie ich bei mir anfange. Nachgegangen ist mir der Gedanke, dass ein einfacher Lebensstil kein Verzicht sein muss, sondern Quelle des Glücks sein kann.

Veranstaltungshinweis:
Das Salz der Erde – Gottesdienst zum ökumenischen Tag der Schöpfung am 6. September 2019 um 18 Uhr
Mitwirkende: Erzpriester Georgios Manos (Griechisch-Orthodoxe Metropolie Hamburg), Pastorin Annette Rei­mers-Avenarius (Ökumenebeauftrage der Ev.-Luth. Kir­che in Norddeutschland und Geschäftsführerin der ACKH), Pastorin Corinna Schmidt (Geistliche Leitung des Ökumenischen Forums HafenCity, mennonitisch), Chor Meerstimmig unter der Leitung von Patrizia von Palubitzki. Weitere Informationen finden Sie hier.

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