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#Drinspiration – Austausch für Jugendliche in der Corona-Zeit

In der aktuellen Situation haben die Kirchen vielfach begonnen, Online-Angebote zu machen.
Auch das Jugendpfarramt der Nordkirche hat sich ein Projekt überlegt. Unter #Drinspiration können Jugendliche auch von zu Hause aus miteinander in Kontakt bleiben und sich gegenseitig inspirieren. Wir haben David Barth, Bildungsreferent der Evangelischen Jugend in Hamburg, u.a. zu dieser Aktion befragt. Was braucht die Jugend im Lockdown?

Herr Barth, was braucht(e) die Jugend im Lockdown am meisten? Was konnte Kirche da tun?

David Barth: Sehr lange wurde die Situation von Jugendlichen in der Debatte um Corona nur unter dem Aspekt „Bildungsempfänger*in“ betrachtet, also wie das Lernen wieder ermöglicht werden kann. Aber Jugendliche brauchen vor allem auch andere Jugendliche. Dafür bietet kirchliche Jugendarbeit die Räume. Um sich für deren Wiederöffnung einzusetzen, hat sich die Evangelische Jugend zusammen mit anderen Verbänden über den Landesjugendring eingesetzt. Zum Glück erfolgreich!
In den letzten 9 Wochen sind außerdem in vielen Gemeinden kreativste Formen entstanden, um den Kontakt zu den Jugendlichen zu halten und den Kontakt der Jugendlichen untereinander zu stärken. In gewisser Weise ist die Entwicklung der #Drinspiration dafür ein gutes Beispiel.

Was ist die #Drinspiration und für wen ist/war dieses Angebot gedacht?

David Barth: Mit der #Drinspiration ist das Team des Jugendpfarramtes der Nordkirche gleich in der ersten Woche der Kontaktbeschränkungen gestartet. Täglich wurde über Instagram ein Vorschlag gemacht, was trotz aller Einschränkungen auch drinnen möglich ist. Das reichte von Verweisen auf Internetseiten über Kochrezepte bis hin zu Frisurtipps (je länger die Frieseure geschlossen hatten).
Je länger die Einschränkungen aber dauerten, desto deutlicher wurde, dass nicht einseitige Beschäftigungsangebote benötigt wurden, sondern ein starker Wunsch nach Austausch bestand. Deshalb haben wir die #Drinspiration zu „…es hat zoom gemacht!“ ausgebaut. Einmal pro Woche haben wir uns online mit Jugendlichen getroffen und probiert, welche Module unserer Arbeit auch online funktionieren. Singen gehört leider nicht dazu, dafür haben wir nach dem Osterfest zusammen ein Bild gemalt und jeweils berichtet, wie es uns mit dem anderen Ostern ergangen ist. Wir haben gesammelt, was uns Hoffnung gibt. Und vor allem haben wir sehr, sehr viel gespielt.

 Wie geht es mit dem Projekt weiter? Wie planen Sie? Demnächst wieder alles im realen, persönlichen Leben?

David Barth: Momentan blicken wir auf die Sommerferien. Über 3000 Jugendliche sind normalerweise allein in Hamburg mit der Evangelischen Jugend in den Ferien unterwegs. Die großen Lager werden in diesem Sommer nicht möglich sein. Das trifft die Haupt- und vielen Ehrenamtlichen, vor allem aber die vielen Kinder und Jugendlichen schwer. Dennoch erlebe ich auch hier, dass überall Konzepte für Treffen in kleinen Gruppen entwickelt werden. Der Einfallsreichtum, um in Kontakt zu bleiben, ist groß. Dabei entsteht viel Neues. Und es macht Vielen auch noch einmal den Wert dessen, was wir tun, bewusst.

Was sind kommende Aktionen? Gibt es Veranstaltungshinweise?

David Barth: Vor den Öffnungen dieser Woche war Gottesdienst die einzige Möglichkeit, sich in Gruppen zu sehen. Um vorzuleben, wie das trotz der Beschränkungen zu einem gemeinschaftstiftenden Ereignis werden kann, ist die Evangelische Jugend gerade in den Planungen für einen Gottesdienst an Himmelfahrt.
Außerdem planen wir schon für den Preacher-Slam am Reformationstag. Nachdem wir den zweimal ökumenisch veranstaltet haben, werden wir in diesem Jahr interreligiös. Selbst für Oktober sind wir noch nicht ganz sicher, wie groß diese Veranstaltung werden kann, aber wir halten es mit dem Veranstaltungstitel: „Es werde Licht- Inshallah!“

Wo kann man sich über Ihre Angebote informieren? 

David Barth: Bei Instagram unter evangelischejugendhamburg und jugendpfarramt.nordkirche
und auf www.ejh-online.de und jupfa.koppelsberg.eu.

Vielen Dank an David Barth für seine Zeit und die Beantwortung unserer Fragen!

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