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#gottesstreamst

von Lisa Rieck, Mitarbeiterin im Ökumenischen Forum HafeCity und Gemeindeglied der Kreuzkirche Eimsbüttel (EFG)

Seit Mitte März feiere ich sonntags den Gottesdienst vom Sofa oder Balkon aus. Ich schaue den Livestream der 5 Hamburger evangelisch-freikirchlichen Innenstadtgemeinden, die sich zu diesem Zweck zusammengetan haben. Wir feiern regelmäßig (ein- oder zweimal im Jahr) gemeinsam Gottesdienst, weil wir uns kennen und mögen. Doch in diesem Jahr ist es anders. Ein kleines Team bereitet jeweils den Gottesdienst vor, gesendet wird reihum aus den einzelnen Gemeindehäusern. Die Gottesdienstbesucher*innen sitzen zu Hause vor dem Bildschirm.
Eine dieser Gemeinden ist meine, sie ist ein Zuhause für mich. Ich genieße es, dorthin zu gehen, um Freunde und Bekannte zu treffen, den Gottesdienst zu feiern und häufig auch im Anschluss gemeinsam zu essen. Diese persönlichen Begegnungen sind ein Energiespender für mich, ebenso wie die Gemeinschaft mit Gott innerhalb des Gottesdienstes.

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Nähe und das Gemeinschaftsgefühl über den Bildschirm hergestellt werden kann. Ab und zu habe ich schon Fernsehgottesdienste geschaut, das war in Ordnung, hat mich aber nicht in der Form berührt, wie ein Gottesdienst in und mit meiner Gemeinde. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Ich betrete mit Hilfe des Livestreams bekannte Gottesdiensträume, sehe einige bekannte Gesichter, singe vertraute Lieder. Und ich bin ganz da, im Gottesdienst mit Gott und meiner Gemeinde. Bevor es losgeht, tausche ich mich mit Freunden aus, ob wir uns denn gleich im Gottesdienst treffen, und ich freue mich riesig, wenn sie dies bejahen.

An Palmsonntag haben ich zum ersten Mal einige meiner Geschwister aus der Gemeinde per Telefonkonferenz zum anschließenden Kirchenkaffee getroffen. Das ist eine lange Tradition, die in meiner Gemeinde häufig in einem gemeinsamen Mittagessen mündet. Wir haben – wie sonst auch – über die Predigt gesprochen und uns über unsere persönliche Situation ausgetauscht. Es war wunderbar vertraut und wohltuend.
Sicherlich gelingt diese Nähe, weil wir bereits gute Beziehungen zu einander haben und uns kennen. Ich merke aber, dass mir und auch den anderen diese vertrauten Sonntagsrituale wichtig sind und eine besondere Form der Nähe zueinander ausdrücken. Gott sei Dank sind wir uns und Gott auch in dieser besonderen Zeit ganz nah – sogar über den Bildschirm.

Am kommenden Sonntag, 26. April 2020 um 10:30 Uhr, gibt’s den nächsten Livestream der ev.-freikirchlichen Innenstadtgemeinden, diesmal aus der Christuskirche Altona (EFG). Hier kann man zuschauen und mitmachen.

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