040 36 90 02 - 780 info@oefh.de

Hilfe und Gemeinschaft mit Abstand

von Henning Klahn, Geschäftsführer des Ökumenischen Forums HafenCity

Das Corona-Virus kennt keine Grenzen. Nächstenliebe und Nachbarschaftshilfe jedoch auch nicht! Plötzlich drehen sich die allgemeinen Wertmaßstäbe, besondere für Alltägliches. Was gestern normal war, ist heute anders. Viele sind herausgefordert, aus der täglichen Routine auszubrechen und sich neu zu organisieren. Aber zwischen all dem kommt es zu Bekundungen von Mitgefühl und der Bereitschaft, zu helfen. Nachbarschaftsgruppen konstituieren sich online, um älteren und kranken Menschen mit den täglichen Besorgungen zur Hand zu gehen. Abends um 21 Uhr machen die Menschen ihre Fenster auf und klatschen jede_r für sich und doch gemeinsam für das Krankenhauspersonal.

Gestern habe ich für eine 93-jährige Dame eingekauft. Nur schwer konnte ich ihr erklären, dass es Dosensuppen zurzeit nicht gibt und sie dringend in ihrer Wohnung bleiben sollte. Es fällt uns schwer, geliebte Gewohnheiten zu verlassen. Die eingetretenen Pfade sind ja längst zum Alltag geworden. Menschen fühlen sich einsam. Telefonate können helfen – gerade mit der Generation, die allein und meist medial abgehängt ist. Vielleicht ist das eine Idee für die nächsten Tage. Jemanden anzurufen und zu fragen, wie es ihm/ ihr geht? Erklären, was passiert, wenn nötig auch in einfacher Sprache. Ich werde Euch davon berichten, wie es mir dabei ergeht.
Für diejenigen, die Zugang zum Internet haben: manche Kinder und Enkel haben angefangen, eigene Podcasts aufzunehmen oder Videos zu verschicken. Vielleicht wäre auch das etwas für die eine oder den anderen.

In der Ökumenischen Hausgemeinschaft, wo man es gewöhnt ist, viel miteinander zu unternehmen und den persönlichen Kontakt normalerweise besonders häufig sucht, werden zurzeit alternative Formen des geistlichen Miteinanders versucht, in denen man sich nicht direkt begegnet: die Treppenhausandacht ist das Projekt der Stunde (mehr Infos dazu hier).

Lasst uns ökumenisch besonders die Ärzte, das Pflegepersonal und die Menschen an den Supermarktkassen in unserem Gebet bedenken. Sie leisten – nicht erst seit heute, aber in diesen Zeiten ganz besonders – Großartiges. Und lasst uns die Kranken in unser Gebet einschließen – diejenigen, die am Corona-Virus erkrankt sind, aber auch solche, die ganz andere Erkrankungen haben und sich nun besonders um ihre Gesundheit sorgen müssen.

Bestellen Sie unseren Newsletter

Nicht vergessen! Melde Dich hier für unsere Freundesmail an und erhalte monatlich aktuelle Infos zu unseren Veranstaltungen, Projekten oder Themen.

Hinweis: Durch die Angabe Ihrer Daten und Betätigen des Buttons stimmen Sie zu, dass Ihre E-Mail Adresse zum Verteiler vom ökumenischen Forum Hafencity hinzugefügt wird.
Sollte Sie den Newsletter nicht mehr wollen kann ich mich jederzeit wieder abmelden. Weitere Informationen im Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

 

Du hast erfolgreich für unsere Freundesmail angemeldet !