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Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung

von Pastorin Corinna Schmidt, Geistliche Leitung des Ökumenischen Forums HafenCity

Ist das in diesen Tagen der Verunsicherung vorstellbar: aufzustehen und ein Fest zu feiern?
Ostern feiern heißt, dass das Leben siegt. Ostern in den Alltag mitzunehmen bedeutet, zu glauben, dass das Leben stärker ist, als der Tod. Diese Erfahrung, die Jünger und Jüngerinnen vor nahezu 2000 Jahren gemacht haben, können wir auf andere Weise heute auch machen. Die Vision vom ewigen Leben ist für mich schon sichtbar, wenn auch im Hier und Jetzt Momente der Auferstehung geschehen und Hoffnung erlebbar wird: da wo wir zusammenstehen und uns gegenseitig ermutigen und die Kraft des Glaubens spüren.
Ein Lied, das im „Gotteslob“ steht (römisch-katholisches Gesangbuch, Nr.472), handelt davon. „Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung“ *, wenn Momente des Glücks spürbar sind, Friede wird, wo keine Perspektive auf Frieden in Sicht schien.
Alois Albrecht, der Dichter des Liedtextes ist sich sicher: Auferstehung lässt sich überall finden. Nicht nur an Ostern. Sondern überall dort, wo sich etwas verändert. Wo etwas neu wird. Wo sich Leben Bahn bricht. Mitten in der Krise, mitten im wortgewaltigen Schwarzmalen oder mitten im Konflikt.
Im Moment gibt es viele Gelegenheiten, dazu beizutragen, dass es täglich mitmenschlich zugeht und das Miteinander im Vordergrund steht.
Was ist in diesen Tagen die Aufgabe in unseren Kirchen? Wie machen wir Momente der Auferstehung sichtbar und lassen Hilfe konkret werden? Wo finden Sie mitten in dieser Krise Festmomente der Auferstehung, jetzt und hier?
Zum Beispiel feiern wir im Moment in unserer Hausgemeinschaft jeden Abend eine Treppenandacht (Bericht dazu hier).
Ostern feiern heißt, dass das Leben siegt! Nun werden wir voraussichtlich in diesem Jahr keine Ostergottesdienste feiern können, doch die Botschaft können wir einander gegenseitig zurufen, schreiben und weitersagen: Das Leben ist stärker als der Tod!
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

*“Manchmal feiern wir mitten im Tag“
Alois Albrecht, Text/ Peter Janssens, Melodie

Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung. Stunden werden eingeschmolzen und ein Glück ist da. Stunden werden eingeschmolzen und ein Glück ist da.
Manchmal feiern wir mitten im Wort ein Fest der Auferstehung. Sätzen werden aufgebrochen und ein Lied ist da. Sätzen werden aufgebrochen und ein Lied ist da.
Manchmal feiern wir mitten in Streit ein Fest der Auferstehung. Waffen werden umgeschmiedet und ein Friede ist da. Waffen werden umgeschmiedet und ein Friede ist da.
Manchmal feiern wir mitten im Tun ein Fest der Auferstehung. Sperren werden übersprungen und ein Geist ist da. Sperren werden übersprungen und ein Geist ist  da.

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