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Pfingsten – Gottes Geistkraft kann beGEISTern

von Pastorin Annette Reimers-Avenarius (Ökumenebeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)  in Hamburg)

 Als ich einmal an meinem Küchentisch eine Pfingstpredigt vorbereitete und dafür eine Kerze angezündet hatte, klingelte es an der Haustür und ich musste kurz raus. Als ich wieder in die Küche kam, stand mein Gottesdienstbuch in Flammen! Es hatte sich ein Wachsrinnsal gebildet, war auf den Tisch gelaufen und hatte meine Agende in Brand gesteckt. Natürlich habe ich es sofort gelöscht. Doch die Brandspuren sind geblieben. Als ich ein paar Tage später mein verkokeltes Gottesdienstbuch am Pfingstsonntag auf den Altar legte, lachte der Küster der Kirche mich aus. Das tut er bis heute und jedes Mal, wenn er mich sieht sagt er: „Da kommt die feurige Pastorin!“ Ob an jenem Pfingstfest meine Predigt entsprechend feurig war, daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern…

Pfingsten ist das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes, das 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. Das Wort stammt vom griech. Pentekoste, 50, ab.
In der Apostelgeschichte (Apg 2, 1-14) wird davon berichtet, das sich die Jünger 50 Tage, nachdem Jesus auferstanden war, in einem Haus versammeln. Sie sind ängstlich, traurig und wissen nicht, wie es weitergehen soll, denn Jesus ist nicht mehr unter ihnen, sondern ist zu seinem Vater Gott gegangen (Himmelfahrt). Sie empfangen die Gabe des Heiligen Geistes und erleben diese Kraft im Brausen des Windes und in Feuerzungen. Sie werden durch diese Geistkraft Gottes getröstet, ermutigt und begeistert. Sie trauen sich, anderen von Gott und Jesu Auferstehung zu erzählen. Und andere Menschen verstanden, was sie erzählen, auch diejenigen, die andere Sprachen redeten. Viele lassen sich von der Begeisterung anstecken und lassen sich auf den Namen Jesu taufen.

Pfingsten gilt deshalb auch als Gründungstag der christlichen Gemeinde und als Beginn der Kirche, als ihr Geburtstag.
Im Alten Testament ist es das hebräische Wort „ruach“ und im Neuen Testament das griechische Wort „pneuma“, das wir im Deutschen mit dem Wort „Geist“ wiedergeben. Beide bedeuten „Wind“ und „Hauch“ und meinen je nach Kontext Lebenskraft, Tröster-Geist, Gottes-Feuer.
Die Bibel erzählt vom Wirken des Geistes Gottes in Bildern: Er ist wie ein ein brausender Wind, wie ein Säuseln, wie Feuer oder wie eine Taube, die vom Himmel kommt. Im Miteinander der Menschen ist der Geist die Kraft, damit sie einander verstehen. Er gibt Mut und Kraft, das Leben zu gestalten. Und: dieser Geist, weht wo er will. Wir können über ihn nicht verfügen.

Diesen göttlichen Geist können wir auch heute spüren.

Und wir feiern ihn, z.B. am „Tag der Ökumene“ in der Kapelle des Ökumenischen Forums.  Am Mittwoch, 5. Juni 2019 um 19 Uhr lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hamburg (ACK), zu der mehr als 35 verschiedene Kirchen gehören, zu einem ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Come-together im Welcafé Elbfaire ein. Drei Personen werden dort sehr persönlich erzählen, was sie beGEISTert und wo sie Gottes Geist erfahren haben.

Geistreiches und feuriges Pfingsten wünscht:
Ihre Annette Reimers-Avenarius

Bild Copyright: 110stefan / pixelio.de

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