040 36 90 02 - 780 info@oefh.de

ThinkBoat Sea-Eye in Hamburg

Täglich begeben sich verzweifelte Menschen auf den lebensgefährlichen Weg über das Meer. Tausende sind bereits ertrunken. An diese humanitäre Katastrophe erinnert die Sea-Eye. Einst als Fischkutter »Sternhai« auf den Weltmeeren unterwegs, fuhr sie von 2016 – 2018 im Mittelmeer als Rettungsschiff der NGO Sea-Eye e.V. Rund 400 Freiwillige bewahrten knapp 12.000 Schiffbrüchige vor dem Ertrinken. Das Schiff, das für die Seenotrettung nicht mehr geeignet ist, liegt jetzt in Hamburg und dient nun als Erinnerungs-, Dokumentations- und Veranstaltungsort ThinkBoat.

Der Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer hat die Sea-Eye im Herbst 2015 zum Einsatz in der Seenotrettung gekauft und bis Januar 2019 dem von ihm gegründeten und geleiteten Verein Sea-Eye e.V. zum Betrieb überlassen. Das Schiff wurde von Herbst 2015 bis Februar 2016 in Rostock auf seinen Einsatz vorbereitet, getauft und verabschiedet. Im Laufe seines etwa zweijährigen Einsatzes konnten die Crews mit dem Schiff fast 12.000 Menschen aus dem Wasser retten, erstversorgen und in ihrem Leben gesichert an Marineschiffe übergeben. Aufgrund der veränderten Bedingungen durch den politischen Druck der europäischen Staaten wurde die Sea-Eye schließlich 2019 von der Seenotrettung zurückgezogen, denn Schiffe dieser Größe waren nur für Search & Rescue (SAR), nicht aber für den Transport der Geretteten vorgesehen. Dies aber machen die Behörden nunmehr den privaten Seenotrettern zur Bedingung. Der Sea-Eye e.V. fährt jetzt mit dem weitaus größeren Schiff “Alan Kurdi” auf Rettungseinsatz.

Im Frühsommer 2019 brachte eine Crew von freiwilligen Helfern die Sea-Eye nach Deutschland zurück, zunächst in den City Sporthafen Hamburg, dann in den Museumshafen Harburg, wo der Kutter seit 28. Juli liegt.
Das Schiff wird mindestens das kommende Jahr über in Museumshafen Harburg liegen. Dort kann sie jederzeit besichtigt werden. Es ist aber beabsichtigt, künftig an jedem Sonnabend eine »Open Ship« zu veranstalten, bei dem ehemalige Crewmitglieder die Einsätze und das Schiff erklären. In Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt Harburg sollen an den Sonnabenden außerdem Benefizkonzerte oder Vorträge auf der Sea-Eye stattfinden. Das Programm dafür ist allerdings noch im Aufbau.

Am Tag der Reformation – am 31. Oktober – liegt die Sea-Eye im Hafenmuseum Hamburg. Dort können sich Besucher_innen beim Open Ship im Gespräch mit der Besatzung ein eigenes Bild zur Seenotrettung im Mittelmeer machen.

10 Uhr bis 18 Uhr – Besichtigung und Führungen über das Schiff
12 Uhr bis 13 Uhr – Eröffnung der Fotoausstellung von Daniel Kempf-Seifried in den Räumen des Museums
15 Uhr –  Ökumenische Andacht an Deck der Sea-Eye mit Pastorin Corinna Schmidt (Ökumenisches Forum HafenCity, mennonitisch) und Bischof Michael Wüstenberg (römisch-katholisch).

Ort: Seenotrettungsschiff Sea-Eye im Hafenmuseum Hamburg, Kopfbau des Schuppens 50A, Australiastraße, 20457 Hamburg
Achtung: Abseits des Reformationstages liegt das Schiff im Museumshafen Harburg!

Weiterführende Links:

Hafenmuseum Hamburg

Museumshafen Harburg

Sea-Eye e.V. 

ThinkBoat Sea-Eye

Zum Thema Seenotrettung.Jetzt! findet jeden Donnerstag bis 14.11.2019 um 17:15 Uhr vor der Hauptkirche St. Petri in der Mönckebergstraße eine Andacht mit anschließendem Demonstrationszug zum Rathausmarkt statt. Diese Aktion ist eine Initiative der Hamburger Citykirchen. Weitere Infos dazu hier.

Bestellen Sie unseren Newsletter

Nicht vergessen! Melde Dich hier für unsere Freundesmail an und erhalte monatlich aktuelle Infos zu unseren Veranstaltungen, Projekten oder Themen.

Hinweis: Durch die Angabe Ihrer Daten und Betätigen des Buttons stimmen Sie zu, dass Ihre E-Mail Adresse zum Verteiler vom ökumenischen Forum Hafencity hinzugefügt wird.
Sollte Sie den Newsletter nicht mehr wollen kann ich mich jederzeit wieder abmelden. Weitere Informationen im Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

 

Du hast erfolgreich für unsere Freundesmail angemeldet !